Leserbrief: Unsinnige Gesetze verteuern Sprungturm um 67%

Leserbrief: Unsinnige Gesetze verteuern Sprungturm um 67%

An der nächsten Sitzung des Grossen Gemeinderates beantragt der Stadtrat einen Objektkredit für den Bau eines neuen Sprungturms im Strandbad am Chamer Fussweg. Leider gehört dieser Kredit abgelehnt. Denn der Fall zeigt exemplarisch, wie wir uns als Gesellschaft mit Überregulierung selber schaden und einfache Bauten zu teuren Luxusobjekten werden. Das ursprüngliche Projekt kostete rund CHF 300’000. Dieses wurde aber von der kantonalen Baudirektion als Bewilligungsinstanz abgelehnt. Insgesamt haben sich 5 Ämter mit dem Sprungturm befasst und bemängelten Landschaftsbild, Denkmalschutz, Fischereigesetz, ökologische Ausgleichsmassnahmen und etliches mehr. Entsprechend schnellten die Kosten für das neue, nun vorliegende Projekt auf eine halbe Million Franken hoch. Führen wir uns dies vor Augen: Unsere Gesetze, Verordnungen etc. führen subito zu 67% höheren Kosten.

Deshalb muss dieser Kredit abgelehnt werden. Wir verhindern ihn selber durch unsere Gesetzgebung, denn eine halbe Million für einen Sprungturm ist nicht gerechtfertigt. Aber ganz klar, zu einer Badi gehört ein Sprungturm. Die FDP wird sich deshalb im Kantonsrat dafür einsetzen, dass seitens Baudirektion nur die zwingend nötigen Vorschriften angewendet werden und mit Augenmass entschieden wird. Dann können wir ein vernünftiges, günstigeres Projekt realisieren.

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